Pater Gerhard T. Lagleder OSB
Benedictine Mission
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Gesegnete Weihnachten und Gottes Gnade für 2000

Weihnachten 1999 / Neujahr 2000

Meine lieben Verwandten, Bekannten und Freunde,

Diesmal lege ich meinem Weihnachtsbrief den Rundbrief der Brotherhood of Blessed Gérard bei, den sonst nur Mitglieder der Bruderschaft erhalten, weil ich Euch gern an meinem Leben Anteil geben und einen tieferen Einblick in meine Missionsarbeit geben möchte. Ich habe das zwar in früheren Rundbriefen schon wiederholt erwähnt, aber ich möchte Euch gern nochmals erzählen, was es denn mit dieser Brotherhood of Blessed Gérard (oder Bruderschaft des Seligen Gerhard) auf sich hat:

Als mich vor knapp 10 Jahren der Abt meines Missionsklosters - der Abtei Inkamana - als Mönch und Missionar nach Mandeni sandte, um für die Diözese Eshowe die Aufgabe des Pfarrers von Mangete und Mandeni zu übernehmen, stand ich vor der großen Aufgabe, die Hirtensorge der Kirche für die Menschen durch Gottesdienst, Glaubensverkündigung und Nächstenliebe eine gelebte Wirklichkeit werden zu lassen. Das ist die Aufgabe jedes Pfarrers, aber die Herausforderung lag darin, daß die Menschen und damit die Kirche im Einzugsgebiet meiner Pfarreien mit vielfachen, gravierenden Problemen, Sorgen und Nöten zu kämpfen haben: Ahnenkult und Geisterglauben, der die Menschen im Bann von Ängsten fesselt, Sektiererei, die die Leute in die Irre führt, Armut, Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit, Hunger und Krankheit, die die Bevölkerung wie in einem Teufelskreis gefangen hält, und schließlich das Fehlen bzw. die Insuffizienz von organisierter Hilfe für die Notleidenden. Ich hatte zwei Möglichkeiten, wie der sprichwörtliche Ochs' vor dem Berg zu kapitulieren oder die Ärmel hochzukrempeln und mit Gottes Hilfe das zu tun, was möglich ist. Ich habe mich für letzteres entschieden und der Herrgott überrascht mich stets aufs Neue, was eigentlich alles möglich ist, nicht weil ich mich als so einen tollen Hecht empfände, sondern eher trotz meiner und unserer Schwachheit. Was mir bei all dem besonders wichtig war, ist, die Hilfe für die Menschen auf ihre eigenen Beine zu stellen, damit sie finanziell und personell nicht vom Missionar oder seinem Kloster abhängig ist und zusammenbräche, wenn der Herrgott für mich mal andere Pläne hätte. Deshalb habe ich vor sieben Jahren die Brotherhood of Blessed Gérard als eigenständige Hilfsorganisation gegründet, in der Südafrikaner vielfältige Hilfsprojekte für ihre eigenen Landsleute als Hilfe zur Selbsthilfe organisieren und durchführen. Mit den nunmehr mehr als 800 Mitgliedern der Bruderschaft ist gottlob einiges möglich geworden. Der Rundbrief der Brotherhood gibt Euch dazu viele Beispiele. Natürlich bin ich als der Vater der Organisation mit von der Partie und werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen, daß sich das Kind in der rechten Weise entwickelt.

Bitte seid mir nicht böse, daß ich diesem Brief mal wieder ein Aufnahmeantragsformular für die Brotherhood of Blessed Gérard beilege. Ich möchte Euch damit nicht auf die Nerven gehen und bin Euch auch nicht böse, wenn Ihr es ignoriert. Falls Sie bereits Mitglied sind, finden Sie ihre Mitgliedsnummer rechts oben in roter Farbe auf dem Adreßaufkleber. Dann reichen Sie den Antrag ( den Ihr gern beliebig oft kopieren könnt) bitte an jemand weiter, der unsere Arbeit möglicherweise auch unterstützen könnte. Falls Ihr Adreßaufkleber keine rote Nummer aufweist, würde ich mich freuen, wenn Sie sich zur Mitgliedschaft entschließen könnten. Vielleicht denken Sie, das macht doch keinen Unterschied, ob ich nun Mitglied bin oder nicht, ich kann ja auch so für die Arbeit von Pater Gerhard beten und/oder Spenden schicken. Das stimmt zwar und ich möchte mich auch ganz ausdrücklich und herzlich für all die Gebete und Spenden bedanken, die mir so viel helfen, aber die Mitgliedschaft hat für Euch und uns große Vorteile: Erstens bekommt Ihr alle Rundbriefe der Bruderschaft zugeschickt, die Euch so viel ausführlicher über unser Wohl und Wehe informieren, zweitens ist es einfach schön, wenn wir wissen, daß Ihr ganz mit zur Familie unserer Bruderschaft gehören wollt und drittens können wir viel besser unseren Haushalt und damit Projekte vorausplanen, wenn wir mit kalkulierbaren Mitgliederbeiträgen rechnen können.

Ich bitte Euch auch um Verzeihung, wenn Euch dieser Brief vielleicht erst im Neuen Jahr erreicht. Die Portokosten für Luftpost sind sehr viel teuerer als für normale Post und wir müssen einfach haushalten. Danke für Euer Verständnis!

Nun bleibt es mir, mich abschließend ganz herzlich für all Euere treue Verbundenheit, Euer Gebet und Opfer und Euere finanzielle Unterstützung meiner Arbeit zu danken. Damit haben wir sehr viel erreicht, aber wir haben auch große Pläne und so bitte ich Euch auch weiterhin um Euere Mithilfe.

Möge Euch der menschgewordene Gottessohn an Weihnachten wieder neu sein Licht tief in Euere Herzen scheinen lassen, damit Ihr all seine wärmende Liebe und Sorge erfahren dürft und möge er jede Sekunde des neuen Millenniums Euch nahe sein und in seiner liebenden Hand geborgen halten.

Mit frohen und dankbaren Grüßen aus dem Zululand Südafrikas


Euer dankbarer Pater Gerhard


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