
Missionsbenediktiner
Ich gehöre zur Erzabtei St. Ottilien und wurde als Missionar nach Südafrika ausgesandt. Dort gehöre ich zur Abtei Inkamana.
Erzabtei St. Ottilien →Abtei Inkamana →
Seit 1982 bin ich Priester. Seit 1983 Missionsbenediktiner-Mönch. Seit 1987 lebe und arbeite ich als Missionar in Südafrika. Mein Weg führte mich aus meiner Heimatstadt Regensburg zur Erzabtei St. Ottilien und von dort ins Zululand – zunächst in die Seelsorge und immer stärker auch im Dienst an Menschen in Krankheit, Armut und Not.
Aus diesem Dienst entstand 1992 die Brotherhood of Blessed Gérard, die Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika.
Diese Seite ist eine kurze persönliche Orientierung. Wer Stationen, Daten und Einzelheiten sucht, findet sie im ausführlichen Lebenslauf; die übrigen Bereiche führen direkt zu meinem pastoralen und missionarischen Wirken.

Ich gehöre zur Erzabtei St. Ottilien und wurde als Missionar nach Südafrika ausgesandt. Dort gehöre ich zur Abtei Inkamana.
Erzabtei St. Ottilien →
Mein missionarischer Weg begann in der Pfarrseelsorge. Predigt, Liturgie und Begleitung von Menschen sind bis heute ein wesentlicher Teil meines Dienstes.
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Ich bin Ehrenkonventualkaplan des Souveränen Malteserordens und Mitglied des Konsultorenrates des Prälaten.
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Ich bin Gründer und Präsident der Brotherhood of Blessed Gérard, die seit 1992 im Zululand umfassende Hilfe für Menschen in Not leistet.
Zur Brotherhood →Was mich dabei leitet: Glaube soll nicht nur verkündet, sondern im konkreten Dienst am Menschen sichtbar und erfahrbar werden.
Ausführliche biographische Angaben, Ausbildungs- und Lebensstationen finden Sie im detaillierten Lebenslauf.
Wenn ich heute auf meinen Lebensweg zurückblicke, sehe ich nicht eine Reihe sorgfältig geplanter Stationen. Vieles hat sich erst unterwegs erschlossen. Doch ein roter Faden war früh da: der Wunsch, für andere Menschen da zu sein und mein Leben in den Dienst Gottes zu stellen.
1969, mit vierzehn Jahren, kam ich über die Erste Hilfe zum Malteser Hilfsdienst. Aus dem ersten Interesse wurde bald viel mehr: Sanitätsdienst, Krankenpflege, Rettungsdienst, Ausbildung und Verantwortung. Schon damals wuchs in mir ein Wunsch, den ich für kaum erfüllbar hielt: Eines Tages wollte ich nicht nur im Malteser Hilfsdienst tätig sein, sondern auch dem Souveränen Malteserorden angehören. Denn um die Aufnahme in den Orden bewirbt man sich nicht; man wird dazu eingeladen.
1976 begann mein Weg im Regensburger Priesterseminar. Schon etwa ein Jahr vor meiner Priesterweihe, noch vor dem Weihekurs, sagte ich dem Bischof von Regensburg, dass ich mich zum Ordensleben berufen fühlte. Der Erzabt von St. Ottilien riet mir, Studium und pastorale Ausbildung in Regensburg zunächst abzuschließen und mich dort zum Priester weihen zu lassen. So konnte ich später als Priester in die Gemeinschaft eintreten und von Anfang an priesterlich eingesetzt werden. Am 26. Juni 1982 wurde ich im Regensburger Dom zum Priester geweiht; am 19. September 1982 trat ich in St. Ottilien ein. Im Noviziat und während der zeitlichen Profess durfte ich bereits vielfältig seelsorglich wirken. Mit der feierlichen Profess wurde mein Weg als Missionsbenediktiner endgültig besiegelt.
Missionar zu werden, war für mich die Erfüllung eines Traumes, der bis in meine Kindheit zurückreichte. Zunächst war eine neue monastische Gründung auf den Philippinen im Gespräch. Dann änderte sich der Plan: Im Zululand herrschte großer Priestermangel. Am 6. Januar 1987 wurde ich von Erzabt Notker Wolf OSB als Missionar nach Südafrika ausgesandt.
Nur wenige Monate nach meiner Ankunft ging der Pfarrer für 104 Tage nach Europa. Der Priester, der ihn vertreten sollte, starb in der Nacht seiner Abreise. Plötzlich war ich allein verantwortlich für 28 Gemeinden auf ungefähr 1.000 Quadratkilometern. Schweigen oder isiZulu sprechen – viel mehr Möglichkeiten gab es nicht. Also sprach ich isiZulu. Was zunächst mühsam war, wurde zu einer der wichtigsten Brücken zu den Menschen.
1991 wurde ich Pfarrer von Mandeni. Dort begegnete mir Not nicht als abstraktes Problem, sondern in konkreten Menschen: Kranke ohne ausreichende Versorgung, Familien in Armut, Kinder ohne Chancen und später die verheerenden Folgen von HIV und AIDS. Immer wieder stellte sich dieselbe Frage: Was können wir hier und jetzt tun?
Am 28. Oktober 1992 gründeten wir die Brotherhood of Blessed Gérard. Die Hilfsdienste wuchsen als Antworten auf konkrete Notsituationen. Am 3. September 1996 wurden Blessed Gérard’s Care Centre und die Blessed Gérard’s Church eingeweiht. Aus einzelnen Diensten entwickelte sich ein umfassendes Werk für Kranke, Sterbende, Kinder, Jugendliche und Menschen in sozialer Not.
1994 erfüllte sich ein Wunsch, den ich seit meiner Jugend in mir getragen hatte. Der damalige Großhospitalier des Malteserordens, Freiherr von Boeselager, lud mich ein, Mitglied des Souveränen Malteserordens zu werden. Gerade weil man sich um diese Mitgliedschaft nicht bewerben kann, war diese Einladung für mich eine große Freude und Ehre. Was mit vierzehn Jahren beim Malteser Hilfsdienst begonnen hatte, erhielt damit eine neue, unerwartete Vollendung.
Diese vier Elemente meiner Berufung sind für mich nie Konkurrenten gewesen. Sie gehören zusammen und stärken einander: der Malteser im Dienst am Menschen, der Priester in Verkündigung und Sakramenten, der Benediktiner in Gebet und Gemeinschaft und der Missionar in der Sendung zu den Menschen.
Die Arbeit in Mandeni führte mich an Orte, die ich mir früher nicht hätte vorstellen können. 2001 durfte ich bei der Weltkonferenz der Vereinten Nationen gegen Rassismus in Durban die Delegation des Malteserordens leiten. 2002 folgte der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, wiederum als Leiter der Delegation. 2026 durfte ich schließlich bei den Vereinten Nationen in New York über unser AIDS-Behandlungsprogramm berichten. Dass unsere Arbeit auf dieser Ebene wahrgenommen und anerkannt wird, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.
Wenn ich meinen Weg heute zusammenfasse, dann nicht als Geschichte eines Einzelnen. Unzählige Menschen haben ihn mitgetragen. Aus einem Erste-Hilfe-Kurs wurde ein Lebensweg. Aus einem Kindheitstraum wurde Mission. Aus einzelnen Begegnungen mit Not entstand eine Gemeinschaft der Hilfe. Und aus einem fremden Land wurde der Ort, an dem ich meine Lebensaufgabe gefunden habe.
Pater Gerhard Lagleder OSB
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