Mandeni/Südafrika, im Advent 2021
Liebe Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Noch nie hat ein Ereignis die ganze Welt so dominiert wie die Covid-19 Pandemie, deren Ende wir alle sehnlichst erhoffen. Neben unseren üblichen Diensten hat uns die Covid-19-Pandemie mit außerordentlichen Herausforderungen konfrontiert:
Wir kümmern uns treu um die Hochrisikogruppe unserer immungeschwächten und geriatrischen Hospizpatienten und um die teilweise durch Vorerkrankungen besonders gefährdeten Kinder unseres Kinderheims.
Wir stellen nach wie vor sicher, dass die 672 Patienten, die wir in unserem AIDS-Behandlungsprogramm lebenslang therapieren, trotz der wegen Covid-19 eingeschränkten Bewegungsfreiheit ihre lebenserhaltenden hochwirksamen antiretroviralen Medikamente zuverlässig bekommen und täglich einnehmen können.
Ebenso
kümmern wir uns um unsere bedürftigen
Hauspflege- und AIDS Patienten
zu Hause.
Viele dieser Patienten und ihre Familien haben keine
Einkünfte mehr und leiden an Hunger.
Wir haben schon mehr als
zweitausend Lebensmittelpakete an sie ausgeliefert und viele mehr
sind noch nötig.
Als Folge der Unruhen in Südafrika im
vergangenen Juli wurden die Lebensmittel auch für uns im Einkauf
wesentlich teurer, aber wir helfen eben, so gut wir können.
Unsere Klinik für mangel-, fehl- und unterernährte Kleinkinder und Säuglinge kämpft nach wie vor gegen Hunger, untersucht die Kinder, berät ihre Betreuer und gibt durchschnittlich 6 636 Babynahrungsmahlzeiten in einem Vier-Wochen-Zyklus kostenlos aus.
Wir sind jetzt in unserer dritten Covid-19-Welle. Am 18. Dezember 2021 lag die 7-Tage-Inzidenz in unserem Landkreis iLembe bei 242 und das bei sprunghaft ansteigender Tendenz. Jetzt haben wir alle Angst vor der Omikron Variante, die zwar nicht – wie oft fälschlich behautet wird – aus Südafrika stammt, aber hier entdeckt wurde. Leider hatten sich im September 2021 vier weitere Kinder im Kinderheim infiziert, sind aber gottlob wieder genesen. Wir haben weiterhin eine nächtliche Ausgangssperre, eine Begrenzung der Teilnahme an Versammlungen (einschließlich Gottesdiensten) und die üblichen Covid-19-Präventionsregeln (soziale Distanzierung, Händewaschen, Desinfektion und Masken) in Kraft.
Auch in Europa ist Corona noch immer ein großes Problem. Es werden wohl auch nicht viele zu Versammlungen und Gottesdiensten kommen können, bei denen ich neue Spender/innen gewinnen könnte. Viele potentielle Spender haben sich auch durch ihre höchst dankenswerte Unterstützung der Opfer vieler Naturkatastrophen und der Afghanistan-Krise verausgabt.
Deshalb hatte ich geplant erst nach Ostern 2022 wieder nach Europa zu kommen, aber ob das möglich sein wird, hängt ganz von der Entwicklung der Covid-19 Pandemie ab.
Mit unserem Jahreskalender, der bei http://bbg.org.za/kalender.pdf hinterlegt ist, möchten wir Euch ein sehr herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott sagen für die finanzielle und ideelle Unterstützung im vergangenen Jahr. Wir beten täglich bei den Fürbitten der Hl. Messe für alle, die uns durch ihr Gebet, ihre Spenden und mit Rat und Tat unterstützen.
Für diese wirksame, notwendige und wahrlich Not wendende Hilfe sind wir zutiefst dankbar. Wir sind keine sozialunternehmerische Firma, die ihre Arbeit aus Entgelten für geleistete Dienste mitfinanzieren könnte, sondern sind ausschließlich auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. Gottlob unterstützen uns das Sozial- und das Gesundheits-Ministerium Südafrikas, aber deren Zuschüsse machen nur 11% unseres Finanzbedarfs aus.
So danken wir Euch nochmals von ganzem Herzen für alle Hilfe, alles Wohlwollen und alle Unterstützung und verbleiben mit den besten Segenswünschen für die Feier des Wartens auf die Ankunft Christi im Advent, die Feier der Menschwerdung Gottes an Weihnachten und die freudige Zuversicht, dass Gott uns auch im kommenden Jahr in seinen liebenden Händen halten wird.
Herzlichst
Euer
Pater Gerhard T. Lagleder OSB