Im Flur der Abtei Inkamana hängt diese Darstellung des Letzten Abendmahls. Entsprechend seiner Um- und Vorstellungswelt hat der afrikanische Künstler Jesus und seine Jünger als Afrikaner dargestellt.Zum Abendmahl gibt es in diesem Gemälde afrikanische Früchte und Getränke. Keiner macht ein frohes Gesicht. Ob sich die früheren Leidensankündigungen Jesu darin widerspiegeln oder ob es eine Reaktion auf die Einsetzungs- bzw. Wandlungsworte „das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird“ und „das ist … mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird“ oder ob es einfach die Härte des Lebens ist, die alle so düster dreinblicken lässt, sei dahingestellt.
Mir kam bei der Betrachtung des Bildes der Gedanke, dass der Herr ja uns alle auch hier und heute und jeden Tag an den Tisch des Abendmahls einlädt. Und da sitzen wir nun, jede/r von uns mit ihren/seinen eigenen Sorgen und Nöten, Krankheiten und Schwächen, Enttäuschungen und Sünden, Schmerzen und Leiden. Egal wie düster wir dreinblicken mögen, da sitzt der Sohn Gottes und macht in seinen „Abschiedsreden“ eine einmalige Liebeserklärung an seinen und unseren Vater im Himmel und an Dich und mich, die im Satz gipfelt: „Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und ich werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.“ (Joh 17,26)Und das sind keine leeren Worte: Schon tags darauf gab Jesus seinen Leib für uns hin und vergoss sein Blut für uns, stieg hinab ins Reich des Todes, besiegte die Macht des Todes und schenkte uns neues und ewiges Leben: „Gott aber, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. Er hat uns mit Christus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben.“ (Eph 2,4-6)
Morgen ist der Laetare-Sonntag, in dessen Eröffnungsvers steht: „Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart. … Freut euch … !“ So wünsche ich Dir, dass Du Trost und Freude erfahren kannst im Wissen dass unser Erlöser lebt. Diese Erlöserliebe weiterzuschenken, indem wir uns um unsere Mitmenschen annehmen, die „nichts zu lachen“ haben, sollte nicht nur zu Ostern unsere Umsetzung dessen sein, was Christus in seinen oben erwähnten Abschiedsreden sagte: „Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt“. (Joh 17,18)
Am Ostermontag werde ich wiederum nach Europa reisen, um von April bis Juni 2024 meine missionarische Bewusstseinsbildung fortzuführen und um spirituelle und materielle Unterstützung für meine Missionsarbeit als Leiter der südafrikanischen Malteser (=Brotherhood of Blessed Gérard) zu bitten. Leider sind viele „Spendentöpfe“ auch in Europa wegen der Folgen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie von Naturkatastrophen usw. überstrapaziert bzw. leer.Umso dringender bin ich auf das Wohlwollen derjenigen angewiesen, die Mittel und Wege finden können, wie den Menschen geholfen werden kann, die hier in Südafrika auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Deshalb bitte ich ganz herzlich von Pfarreien, Vereinen, Gruppen, Schulen, Clubs usw. nach Mannersdorf oder anderswohin zu möglichst erfolgversprechenden Terminen (Gottesdienste, Vorträge, Interviews, Wohltätigkeitsveranstaltungen etc.) eingeladen zu werden und bitte Dich, lieber Albin, herzlich um Vermittlung solcher Gelegenheiten.Mein Terminkalender ist online einsehbar bei: http://lagleder.net/termine.htm
Ich bin erreichbar über E-Mail: father@bbg.org.za · Handy/WhatsApp: +27 82 492 4043 (in Afrika) und +49 151 1082 1467 (ab 2. April in Europa).
So bleibe ich mit herzlichen ordensbrüderlichen Grüßen und den besten Wünschen für eine gesegnete Fastenzeit und ein frohes Osterfest
Herzlichst Dein
Pater Gerhard T. Lagleder OSB
