Der Zulu-Künstler Joel Mbuyisa aus Mame hat unseren Kreuzweg aus kostbarem Thombothi-Holz geschnitzt. Er säumt den Flur unseres Hospizes – an einem Ort, an dem Menschen wahrlich ein schweres Kreuz zu tragen haben. Sie brauchen einen Simon von Cyrene, der ihnen hilft, die Last ihres Schicksals zu schultern.
In unserer Darstellung steht Simon hinter dem Herrn. Er streckt seine rechte Hand schützend aus, fast wie zu einem Segen über den, der selbst der Quell allen Segens ist. Simon schaut Christus dabei nicht ins Gesicht; er folgt ihm buchstäblich nach und packt an. Obwohl er zum Dienst gezwungen wurde, wirkt sein Gesichtsausdruck gelöst. Er steht Christus bei, trägt das „hochheilig Kreuze“ mit und wird so zum Retter des Retters. Christus selbst ist unter der Last in die Knie gegangen – ein letzter Kniefall vor dem Heilswillen des Vaters, der den Kelch des Leidens am Ölberg nicht an ihm vorübergehen ließ, damit er für uns zum Kelch des Heiles werde.
Diese Szene kam mir in den Sinn, als ich über das rechte Fasten nachdachte. Jesaja (58,6-7) erinnert uns daran: Wahres Fasten bedeutet, Fesseln zu lösen, Unterdrückte freizulassen, dem Hungrigen das Brot zu brechen und Obdachlose aufzunehmen.
Das ist mehr als ein Programm für die Fastenzeit; es ist eine Lebensaufgabe. So verstehen wir unseren Dienst im Blessed Gérard’s Care Centre. Der kreuztragende Christus begegnet uns täglich: in den Kranken des Hospizes, in der häuslichen Pflege, in den HIV-Patienten, in den traumatisierten Kindern unseres Heimes und in all den jungen Menschen, die ohne Hilfe keine Zukunft hätten.
In ihnen allen klopft der leidende Christus an unser Herz. Alles, was sie brauchen, ist ein Simon von Cyrene, der – wie der Selige Gerhard sagte – „daran arbeitet, dieses Leid geringer und das Elend erträglicher zu machen.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, lieber Herr Pfarrer Zott, von Herzen:
Eine gesegnete Fastenzeit und ein hoffnungsvolles Osterfest!
Am Ostermontag werde ich – so Gott will und die Spannungen im Nahen Osten dies zulassen – wiederum nach Europa reisen, um vom 7. April bis 3. Juli 2026 meine missionarische Bewusstseinsbildung fortzuführen und um spirituelle und materielle Unterstützung für meine Missionsarbeit als Leiter der südafrikanischen Malteser (=Brotherhood of Blessed Gérard) zu erbitten.
Leider wird die Spendenwerbung aus verschiedensten sehr verständlichen Gründen hier und international immer schwieriger.
Umso dringender bin ich auf das Wohlwollen derjenigen angewiesen, die trotzdem Mittel und Wege finden können, wie den Menschen geholfen werden kann, die eben auch hier in Südafrika auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Deshalb bitte ich auch diesmal wieder ganz herzlich von Pfarreien, Vereinen, Gruppen, Schulen, Clubs usw. nach Grünwald oder anderswohin zu möglichst erfolgversprechenden Terminen (Gottesdienste, Vorträge, Interviews, Wohltätigkeitsveranstaltungen etc.) eingeladen zu werden und bitte Sie, lieber Herr Pfarrer Zott, herzlich um Vermittlung solcher Gelegenheiten.
Mein Terminkalender ist online einsehbar bei: http://lagleder.net/termine.htm
Ich bin erreichbar über E-Mail: father@bbg.org.za · Handy/WhatsApp: +27 82 492 4043 (in Afrika) und +49 151 1082 1467 (ab 7. April in Europa).
Am 3. September 1996 wurde das Blessed Gérard’s Care Centre und die Blessed Gérard’s Kirche feierlich gesegnet und eröffnet.
Deshalb werden wir am Sonntag, dem 6. September 2026, das 30-jährige Jubiläum unserer Kirche und unseres Hauses in Mandeni feiern.
Wir werden im Spätherbst eine Jubiläumsfeier in Deutschland veranstalten. Dazu laden wir dann noch gesondert ein.
Unser Tätigkeitsbericht 2025 ist jetzt online bei: https://www.bsg.org.za/unsere-organisation/veroeffentlichungen/rundbriefe-und-jahresberichte.html
Wenn ich erstmals mit Menschen über die Brotherhood of Blessed Gérard spreche, muss ich stets erklären, dass diese nicht nach mir, sondern den seligen Gründer des Malteserordens benannt ist. Mein damaliger Erzabt Notker Wolf OSB hat mir bei der Aufnahme ins Noviziat ans Herz gelegt, nicht nur den Namen des Seligen Gerhard als Ordensnamen zu tragen, sondern ihm auch in meinem Leben nachzufolgen. Das habe ich mir sehr zu Herzen genommen. So ist es mir auch ein Anliegen, andere Menschen mit dem Seligen Gerhard bekannt zu machen. Deshalb habe ich rechtzeitig zu unserem Jubiläum ein „Buch“ über den Seligen Gerhard und seine „unvergängliche Bruderschaft“, den Malteserorden, geschrieben. Die Veröffentlichung kann kostenlos online heruntergeladen werden, bei: http://blessed-gerard.org
Natürlich ist es mir auch ein großes Anliegen, dass das Werk, das wir im Namen des Seligen Gerhard in Südafrika aufgebaut haben, langfristig finanziell abgesichert werden wird. Sie sind noch kein Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard. Deshalb lade ich ganz herzlich ein, nun auch Mitglied bei uns zu werden. Das geht ganz einfach. Die rote Schaltfläche anklicken!
Dann öffnet sich ein Aufnahmeantrag, der online ausgefüllt werden kann.
So bleibe ich mit herzlichen ordensbrüderlichen Grüßen und den besten Wünschen
Herzlichst Ihr
Pater Gerhard T. Lagleder OSB
